Schlauchschals für Mali

von Wirtschaftsjunioren Cham

Aktion Brückenschlag: Überreichung an die Soldaten und Soldatinnen

Die Wirtschaftsjunioren Cham überreichten Schlauchschals an das Versorgungsbataillon 4 in Roding für die derzeit im Einsatz befindlichen Soldatinnen und Soldaten in Mali. Die Wirtschaftsjunioren Cham, der Landkreis Cham, die Stadt Cham und die Stadt Roding haben wieder einmal gemeinsam ein Zeichen der Verbundenheit gesetzt, um das Engagement der Soldaten und Soldatinnen in Mali zu würdigen. Ziel der Aktion Brückenschlag ist es, darauf hinzuweisen, dass Menschen in Uniform aus unserer Region fernab der Heimat ihren Dienst tun und dabei ihr Leben und die Gesundheit riskieren. Sie sind dabei im Auftrag der Bundesrepublik tätig, genauer gesagt, die Mehrzahl der Soldaten im Rahmen des Einsatzes MINUSMA. Bei diesem Einsatz geht es um eine von Seiten der UN geführten Peacekeeping  Mission. Dieser Einsatz gilt als einer der gefährlichsten Einsätze in der jüngeren Geschichte der UN Peacekeeping Missionen. Ziel ist es, den Friedensprozess umzusetzen und Mali zu stabilisieren, Wiederherstellung staatlicher Autorität und Schutz der Zivilbevölkerung. Die Lage im Land ist instabil, wie der jüngste Anschlag gezeigt hat. Leider sind 13 Soldaten der UN-Mission verletzt worden, 12 Deutsche und ein belgischer Soldat. Auch die Panzerbrigade 12 hat durch einen Selbstmordanschlag nördlich von Gao Verwundete. Betroffen ist auch das Versorgungsbataillon 4 in Roding. Glücklicherweise wurden die Rodinger Soldaten nur leicht verletzt. Sie sind wieder in der Heimat. Dr. Stangl als Projektleiter der Aktion Brückenschlag verweist darauf, welches Risiko mit den Missionen verbunden ist. Im Vorfeld des Einsatzes hat man sich zusammen mit der Truppe überlegt, was vielleicht sinnvoll für die Soldatinnen und Soldaten im Einsatz sein könnte und als kleines Zeichen der Anerkennung dienen kann. Aus der Idee, Schlauchschals jedem Soldaten aus dem Landkreis Cham zur Verfügung zu stellen, wurde schnell ein Projekt. Frau Susanne Müller, Vorstand der Wirtschaftsjunioren Cham, hat Kontakt mit der Fa. A. Blöchl aus Neuhaus am Inn aufgenommen, die diese Schals vertreibt. Auch dort ließ man es sich nicht nehmen, die Sache zu unterstützen, da man selbst persönliche Beziehungen zu Soldaten im Auslandseinsatz in Mali hat. Landrat Franz Löffler, Bürgermeister Frau Alexandra Riedl und Bürgermeister Martin Stoiber unterstützten diese Idee ebenfalls und so konnte gemeinsam dieses kleine Symbol der Wertschätzung auf den Weg nach Mali gebracht werden. Inmitten der Übergabe platzte die Nachricht, dass es einen Anschlag im Norden Malis gegeben hat. Dies zeigt umso mehr, wie wichtig es ist, den Soldatinnen und Soldaten zu zeigen, dass sie in unserer Region mit ihrem Einsatz nicht allein gelassen werden. Sie führen einen Auftrag der UN aus unter extremen Bedingungen, so Dr. Stangl. Wer einmal mit Einsatzsoldaten in Kontakt ist und mit ihnen spricht, erfährt viel vom alltäglichen Leben der Truppe. Extreme Temperaturen, allgegenwärtiger Sand an Mensch und Gerät sind da nur ein kleines Beispiel, mit dem der Soldat bzw. die Soldatin vor Ort umzugehen hat. Während bei uns die Covid-19-Pandemie oder die Fußball-EM die Schlagzeilen beherrscht, leistet die Truppe weit entfernt und kaum beachtet ihren Dienst. Dabei steht hinter jedem Soldat auch eine Familie. Dies wird leider häufig vergessen. Es fehlt ein Sohn, eine Tochter oder ein Vater oder eine Mutter. Sicherlich ist es der Beruf des Soldaten, auch in den Einsatz zu gehen, dennoch darf man nicht vergessen, dass man nicht eben auf Montage ist. Der Auslandseinsatz als Soldat hat Besonderheiten. Man setzt auch Leben und Gesundheit einem Risiko aus, wobei die Gefahr nicht selbst bestimmt ist, da Kräfte vor Ort gezielt Mali destabilisieren wollen und dadurch UN Soldaten schlimmstenfalls auch angreifen. Die Schlauchschals sind daher ein kleines Zeichen der Verbundenheit aus der Heimat. Den verwundeten Soldaten wird der Schlauchschal in der Heimat übergeben. So oder so etwas sinnvolles und eine Erinnerung, so Dr. Stangl. Er bedankt sich auch im Namen der Wirtschaftsjunioren nochmals sowohl bei der Firma A. Blöchl (Herr Dillinger), Landrat Franz Löffler und den Bürgermeistern der Stadt Cham und Roding. Es ist einfach schön zu sehen, dass ein kurzer Anruf oder ein Gespräch genügt und die Region unterstützt die Soldaten und Soldatinnen in ihrem Engagement.

Anlage:
Foto 1:     Von links OTL  a.D. Gerald Schäffer, OTL Carolin Schwarz, Dr. Andreas Stangl
    Quelle: Bundeswehr Roding
Foto 2:     Von links Bürgermeisterin Alexandra Riedl, Landrat Franz Löffler, WJ Cham Susanne Müller
Foto 3:    Bürgermeister Martin Stoiber, WJ Cham Susanne Müller

Quelle jeweils: Bundeswehr Roding

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